Weitere Auslandsangebote im Überblick


Du kannst natürlich nach der Schule ins Ausland gehen, um zu reisen und einfach Spaß zu haben. Du kannst deine Zeit im Ausland aber auch mit einer sinnvollen, sozialen Aufgabe füllen. Das geht mit dem Diakonischen Jahr im Ausland (DJiA), dem Au-pair-Jahr mit dem Verein für Internationale Jugendarbeit (VIJ) und dem Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst von Brot für die Welt, die wir dir in ausführlichen Reportagen vorstellen.Einige weitere Angebote lernst du hier im Überblick kennen:

 

 

Internationaler Friedensdienst der Aktion Sühnezeichen

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Kannst du dir vorstellen, dich für den Weltfrieden und die Menschenrechte einzusetzen? Dann ist der internationale Friedensdienst der Aktion Sühnezeichen was für dich. Der Verein hat 180 Plätze in 13 Ländern im Angebot. Zwölf Monate dauert dein Aufenthalt in Weißrussland, Frankreich oder Polen. Sühnezeichen-Sprecherin Heike Kleffner hat ein paar Tipps für Bewerber: "Du solltest mindestens 18 Jahre alt sein und einen Schulabschluss in der Tasche haben. Erfahrungen im Ausland wären toll, sind aber keine Pflicht. Am wichtigsten ist für uns, dass du offen für Neues bist und dich engagierst." Denn die Arbeit in den Friedensdienst-Projekten ist kein Urlaub. "Es gibt auch schon mal den einen oder anderen Konflikt", sagt Kleffner. Da ist es wichtig, dass du die Landessprache kannst. Hier hilft dir der Verein. Um Berührungsängste abzubauen, solltest du vorher ein Praktikum im sozialen Bereich gemacht haben. Übrigens: Anders als beispielsweise beim Au-pair-Jahr bist du nicht auf dich allein gestellt, sondern arbeitest im Team.

 

Programm "x-change" des Diakonischen Werks Württemberg

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"x-change" heißt ein Auslandsprojekt des Diakonischen Werkes Württemberg für 18- bis 28-Jährige. Es geht um Entwicklungshilfe in Afrika und Europa. Maximal 20 Plätze werden angeboten. Du kannst in Schulen oder Begegnungsstätten, in der Behinderten- oder Krankenhilfe oder in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden. Ein Jahr lang arbeitest und lebst du zum Beispiel in Tansania oder Serbien. Dass du die Landessprache wenigstens ein bisschen sprichst, ist Voraussetzung für deine Bewerbung, genauso wie das Abitur, die Fachhochschulreife oder eine abgeschlossene Ausbildung. Vor, während und nach deinem Auslandsjahr besuchst du mehrtägige Seminare. "Wir begleiten die jungen Menschen und sind immer interessiert, wie es ihnen geht, ob sie Probleme oder neue Ideen haben“, sagt Barbara Hipp vom Diakonischen Werk Württemberg. Beim "x-change" setzt du dich mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinander. "Die Projekte lassen den Teilnehmer zum Teil eines Netzwerks werden", sagt Barbara Hipp.

 

"ejw-Weltdienst" des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg

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Im Kindergarten mithelfen, Frauen Englisch beibringen und Jugendliche bei den Hausaufgaben betreuen sind deine wichtigsten Aufgaben, wenn du mit dem Evangelischen Jugendwerk in Württemberg (ejw) nach Äthiopien reist. Und nicht nur das: Du kannst dich auch mit deinen Talenten und Interessen einbringen, sei es Sport, Musik oder Bibelgeschichten. Zwei Plätze werden jedes Jahr vom ejw angeboten – so sieht es die Partnerschaft mit dem Children Center des YMCA in Addis Abeba vor. Für 2012 plant das ejw zwei weitere Stellen in der Slowakei. Hier kannst du die evangelische Jugendarbeit vor Ort kreativ unterstützen, sei es musikalisch, durch Pantomime oder deine ganz eigenen Ideen, Glauben erlebbar zu machen. Außerdem kannst du mithelfen, dass gleichaltrige Slowaken in einem Konversationskurs Deutsch sprechen lernen.

 

 Programm "ego-tour - european girls on tour" des Vereins für Internationale Jugendarbeit (VIJ)

Ein Aufenthalt im Ausland muss nicht immer ein ganzes Jahr dauern. Der Verein für Internationale Jugendarbeit VIJ bietet jungen Frauen zwischen 18 und 27 Jahren einen verkürzten Freiwilligendienst an – eine Art Praktikum. Bei der "ego-tour" hast du sechs bis acht Wochen Zeit, in die Kultur eines fremden Landes hineinzuschnuppern. Es geht zum Beispiel nach Schweden, Frankreich oder in die Schweiz. Hier kannst du die Arbeit mit Kindern, Menschen mit Behinderungen oder mit Senioren ausprobieren. So kannst du dich beruflich orientieren.Was will ich werden? Ist das überhaupt etwas für mich? VIJ-Bundesgeschäftsführerin Helga Riebe erklärt, warum hier nicht jeder mitmachen kann. "Dieses Projekt ist an Interessentinnen im Raum Stuttgart gerichtet, weil wir mit Jugendhilfeträgern vor Ort zusammenarbeiten und die Frauen nach ihrer Rückkehr weiter betreuen." Denn der Motivationsschub aus dem Auslands-Praktikum soll nicht ungenutzt verpuffen. Bald soll die ego-tour aber in ein Bundesprogramm eingebunden und offener werden.

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