Trends in den Sozial- und Pflegeberufen


Johanna (21) 

„Diese Ausbildung hat viele Vorteile!“

Johanna macht die Generalistische Pflegeausbildung (Pflegefachfrau/ Pflegefachmann) an der Wannsee-Schule Berlin. Hier geht´s zur Textversion des Videos.

Trends in den Sozial- und Pflegeberufen

 

Traust du dich, was Neues auszuprobieren? Etwas, das nicht jeder macht? Dann bist du hier richtig.

Carolin (22) lernt in ihrer Generalistischen Pflegeausbildung gleich mehrere Pflegeberufe kennen.

Moderne Ausbildung

Die sozialen und pflegerischen Berufe sind nicht mehr das, was sie vor hundert Jahren mal waren. Früher bekamen Kinder im Kindergarten Essen und frische Windeln. Heute bist du als Erzieher ein echter Entwicklungs-Coach und Berater für die ganze Familie! Früher wurden Senioren im Heim nach bestem Wissen und Gewissen gepflegt. Heute gibt es Gesetze und Richtlinien, die die Qualität der Pflege sichern. Dadurch werden aber auch die Anforderungen an die Pflegekräfte immer anspruchsvoller. Überhaupt werden Patienten nicht mehr nur im Krankenhaus oder Pflegeheim gepflegt, sondern in der mobilen Pflege immer öfter auch zu Hause. Daher sind auch Sozialarbeiter und Diakone immer öfter im Kiez unterwegs, um ihre "Schäfchen" dort zu betreuen, wo sie ihre Heimat haben.

Auch das Selbstverständnis in vielen Berufen hat sich verändert: Zum Beispiel sieht sich ein Heilerziehungspfleger heute nicht mehr als jemand, der sich von oben herab um Menschen mit Behinderung „kümmert“, sondern als ihr Assistent, der ihnen mit Respekt und auf Augenhöhe begegnet. In allen sozialen Berufen wird nicht mehr nur gepflegt, sondern beraten und begleitet. Das heißt, man fragt sich in jedem Einzelfall: Was braucht dieser Mensch, um ein gesünderes, selbstständigeres, gesicherteres Leben zu führen? Es gibt sogar eine spezielle Weiterbildung für diese Einzelfallhilfe: das nennt sich dann Case Management.

Ganz klar: Weil sich der Berufsalltag in den sozialen und pflegerischen Berufen verändert, müssen sich auch die Ausbildungen verändern. Neue Modelle werden in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft ausprobiert. In der linken Spalte findest du zwei Beispiele.

Modernes Studium

Auch in Sachen Studium sind Modernisierungen im Gange. Im Zuge der Bologna-Reform wurden alle Studiengänge, auch die sozialen und pflegerischen, sowieso komplett neu organisiert und viel praxisorientierter angelegt. Aus dem Diplom-Sozialpädagogen ist zum Beispiel der Bachelor und Master Soziale Arbeit geworden. Auch die Pflegeausbildung, die Diakonenausbildung, die Hebammenausbildung und die Erzieherausbildung wurden akademisiert, das heißt sie werden heute auch als Studium angeboten. Zusätzlich sind neue Studiengänge mit teils exotischen Schwerpunkten entstanden, links ein paar Beispiele.

Auch berufsbegleitende Studiengänge, Fernstudium und E-Learning gehören im Bereich der sozialen und pflegerischen Ausbildungsmöglichkeiten zu den ganz neuen Angeboten.

Auf einen Blick: Beispiele für neue Ausbildungsformen

  • Kombinierte Heilerziehungs- und Altenpflegeausbildung: bereitet auf die Pflege und Betreuung alter Menschen mit Behinderungen vor.  Denn dank moderner Medizin gibt es davon immer mehr. Nach 3,5 Ausbildungsjahren hast du als Doppelqualifikation einen Abschluss in beiden Berufen.
  • Generalistische Pflegeausbildung: verbindet die Kinderkrankenpflege, Krankenpflege und Altenpflege. Je nach Ausbildungseinrichtung kannst du nach 3 Jahren einen Abschluss deiner Wahl machen oder nach 3,5 Jahren eine Doppelqualifikation. Oder du bekommst den normalen Krankenpflege-Abschluss und zusätzlich ein Zertifikat, dass du generalistisch ausgebildet bist.


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