Karriere in den Sozial- und Pflegeberufen


Statussymbole oder Leben mit Sinn?

Kerstin Schönlau vom Diakonischen Werk Gladbeck-Bottrop-Dorsten erklärt in diesem Video der Kollegen von www.wir-koennen-pflege.de die Karrierewege und Verdienstmöglichkeiten in der Altenpflege.

Karriere in den Sozial- und Pflegeberufen

 

Als Hauptschulabgänger kann Karriere für dich bedeuten, dass du auf der Stufenleiter der Sozial- und Gesundheitswirtschaft step by step voran kommst. Auf die Berufsvorbereitungsmaßnahme oder die Helferausbildung (z.B. Altenpflegehelfer oder Heilerziehungspflegehelfer) folgt die klassische Ausbildung. Danach stehen dir alle Möglichkeiten offen, die du sonst auch nach der Realschule gehabt hättest.

Nach einem mittleren Bildungsabschluss und einer klassischen sozialen oder pflegerischen Ausbildung kannst du dich spezialisieren. Da kommen Aufbauausbildungen oder Weiterbildungen infrage: Als Gesundheits- und Krankenpfleger/in kannst du dich zum Beispiel zur Pflegefachkraft für Psychiatrie oder Endoskopie weiterbilden lassen. Als Erzieher/in kannst du Fachkraft für interkulturelles Lernen oder Medienerziehung werden. So kommt in deinem Arbeitsalltag ein ganz neuer Aufgabenbereich dazu und du machst dich mit deinem besonderen Know How unentbehrlich.

Der Chefsessel wartet

Wenn du dein Talent entdeckt haben solltest, Kollegen zu führen und zu motivieren, kannst du nach einer passenden Weiterbildung die Stations- oder Gruppenleitung übernehmen, später sogar die Pflegeleitung der ganzen Einrichtung. Auch ein (berufsbegleitendes) Studium wäre eine Möglichkeit, denn mit dem Ausbildungsabschluss, einigen Jahren Berufserfahrung und einem bestandenen Eignungstest oder der fachgebundenen Studienberechtigung kannst du an den Fachhochschulen zugelassen werden.

Mit Abitur oder Fachhochschulreife hast du sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Oder du kannst dich für ein Bachelorstudium einschreiben. Wie wär’s mit dem Studium Soziale Arbeit oder einem Pflegestudiengang? Danach kannst du dir sofort einen Job suchen oder noch einen Masterstudiengang dranhängen. Damit bereitest du dich darauf vor, einmal eine soziale oder pflegerische Einrichtung zu leiten, Berufsschullehrer zu werden oder in die Forschung zu gehen.

Und dann wäre da noch die Selbstständigkeit - werde dein eigener Chef! Der demographische Wandel ist deine Chance. Ambulante Pflegedienste, die pflegebedürftige Menschen zu Hause versorgen, werden besonders auf dem Land gebraucht. Du könntest dich auch mit einem Sozialberatungsdienst oder als Organisationsberater für Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft selbstständig machen.


Die wichtigsten Tipps im Überblick:

  • Plane deine Karriere sorgfältig und frühzeitig! Schon das Pflichtpraktikum in der 9. oder 11. Klasse sollte in die Richtung gehen, die du beruflich einschlagen möchtest. 
  • Engagier‘ dich! Freiwillige Praktika in den Sommerferien, ehrenamtliches Engagement in der Freizeit, ein Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilliges Soziales Jahr (am besten im Ausland!) nach der Schule zeigen dem Personaler, dass es dir ernst ist.
  • Hol‘ dir Hilfe vom Profi! Die Berufsberatung in der Bundesagentur für Arbeit ist nur ein erster Schritt. Ein Karrierecoach hilft schon beim Berufseinstieg und ein Mentor, also ein Ausbilder oder Vorgesetzter, der von dir überzeugt ist, kann dir Türen öffnen.
  • Knüpfe Kontakte! Auf Berufemessen, Career Days und Branchenkongressen (z.B. „Pflege + Homecare Leipzig“, „ConSozial“, „Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit“) lernst du Entscheider kennen – und damit deine potentiellen Arbeitgeber und Förderer!
  • Such‘ dir die passenden Bausteine aus dem Karrieresetzkasten zusammen: Realschulabschluss/Abitur > Ausbildung > Aufbauausbildung/Spezialisierung > Berufserfahrung > Gruppen-/Stationsleitung > Weiterbildung > Einrichtungsleitung. Oder: Fachhochschulreife/Abitur > Bachelor Studium > Berufserfahrung > Master Studium > Forschung/Lehre/Management. 
  • Informier‘ dich über die Trends in der Branche! Welche neuen Anforderungen und Gesetze gibt es in der Pflege? Welche Erkenntnisse liefern neue Studien zur Frühförderung von Kindern, zum Qualitätsmanagement in Einrichtungen oder in der Ernährungswissenschaft? Wer ganz vorne mit dabei ist, beeindruckt und kann neue Chancen als erster für sich nutzen. 
  • Wo willst du hin? Dein Ziel könnte sein, als Wissenschaftler über soziale Themen zu forschen, als Ausbilder/Dozent dein Wissen weiterzugeben oder Einrichtungen/Organisationen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft zu leiten. Oder du könnest dich selbstständig machen – mit einem ambulanten Pflegedienst, einer Sozialberatungsstelle oder als Organisationsberater für Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft.

     


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